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César Franck (1822-1890)

Violinsonate A-Dur (1886)

  1. Allegretto ben moderato
  2. Allegro
  3. Ben moderato: Recitative-Fantasia
  4. Allegretto poco mosso

Etwa hundert Jahre nach Mozart – 1886 - schrieb der schon 63-jährige César Franck  seine einzige Violinsonate. Inzwischen war die Gattung durch die Sonaten von Beethoven und die erste von Brahms bereichert worden (Brahms zweite und dritte Violinsonaten wurden erst 1886 und 1889 veröffentlicht).

Franck schrieb die Sonate als Hochzeitsgeschenk für seinen viel jüngeren Freund, den bedeutenden Violinvirtuosen Eugène Ysaye. Ysaye spielte sie fast prima vista an seiner Hochzeitsfeier. Die öffentliche Uraufführung fand später in einem Pariser Museum statt, in einem Nachmittagskonzert. Die Sonate war als letztes Stück gedacht. Weil es schon dunkel und das An­zünden von Kerzen verboten war, spielten Ysaye und seine Begleiterin das Stück im Dunkeln auswendig. Ysaye etablierte diese Sonate in den nächsten vierzig Jahren in den Konzertsälen. Eine massgebende historische Aufnahme stammt von den Franzosen Thibaud und Cortot (1929).

Franck war wie seine Zeitgenossen Brahms und Bruckner ein virtuoser Pianist bzw. Organist und er hatte sehr grosse Hände. Entsprechend ist das Stück von den Pianisten gefürchtet, weil es eine grosse Spannweite und Fertigkeit der Finger verlangt, besonders im zweiten Satz.

Diese Sonate folgt punkto Verständlichkeit, Form und musikalischem Voka­bular den klassischen Vorbildern. In ihrem hochromantischen Gestus steht sie Brahms nahe. Sie enthält allerdings eine musikalische Neuerung: In allen vier Sätzen wird eine im Grunde gleichartige Tonfolge verwendet und in jeweils abgewandeltem Charakter verarbeitet. Man kann die Sonate deshalb im weitesten Sinne als Abfolge von Variationen auffassen.

Wenn diese Sonate ein Hochzeitsgeschenk war, so kann man sie durchaus  als ein Essay über eine gelungene Ehe ansehen: Am Anfang im ersten Satz ein unsicher fragendes Abtasten und Verführen. Im zweiten Satz rauschhaft leidenschaftliche Erfüllung, im dritten Satz Reflexion und Entschluss. Und im vierten letzten Satz das ruhige und abgeklärte Nebeneinader und Miteinander der sich im Kanon folgenden und umrankenden Melodien.




Klavierquintett f-moll, op. 14 


1822 in Liège geboren und von flämisch-deutscher Abstammung lebte und wirkte Franck seit früher Jugend in Paris als Organist und Komponist. Vor allem hatte er grossem Einfluss auf seine Schüler (z.B. Fauré, Vincent d'Indy, Dukas), die ihn liebevoll "Père Franck" nannten.

Das Klavierquintett wurde 1878-9 geschrieben und 1880 in einem Konzert der Société Nationale in Paris vom Marsick-Quartett mit Camille Saint-Saens am Klavier uraufgeführt. Nach dem Erfolg der Uraufführung, wollte Franck das Manuskript noch im Saal Saint-Sains widmen und schenken, was dieser aber mit verachtungsvollem Gesicht refüsiert und den Saal verlassen habe. Es bestand ein Antagonismus zwischen den Anhängern Francks und Saint-Saens, dem bei aller Brillianz Akademismus vorgeworfen wurde.  

Wie in anderen Werken Francks wird auch im Quintett musikalisches Material in den verschiedenen Sätzen wiederverwendet und elaboriert. Die sinnlichen Melodien und die raffiniert schwebende Harmonik verweisen direkt zum Schüler Fauré, dem man das Werk streckenweise zuschreiben könnte, wenn man den Komponisten nicht kennen würde.


Piano-quintet f-minor, op. 14 


Franck was born 1822 in Liège, Belgium from parents of Flemish-German descendance. But he came to Paris very soon,  where he worked as an organist and composer. He had a big influence on his pupils (Fauré, Vincent d'Indy, Dukas) who lovingly called him "Père Franck". 

The piano-quintet was written 1878-9. The first performance was given 1880 by the quatuor Marsick with Camille Saint-Saens at the piano in a concert of the Société Nationale in Paris. After the success of the concert Franck wanted to dedicate the manuscript to Saint-Saens. But Saint-Saens refused and left the stage with a disdainful grimace. There was an antagonism between the followers of Sant-Saens and those of Franck, the latter considering Saint-Saens as being brilliant but academical.

As in other works of Franck the three movements of the quintet repeat and elaborate on partly similar material. The sensous melodies and the refined and sublime harmonies presage the works of Fauré. Indeed, if one would not know the author one could mistake parts of the quintet as a composition of Fauré.