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Claude Debussy (1862-1918)

Violinsonate (1915)

    1. Allegro vivo
    2. Intermède: Fantasque et léger
    3. Finale: Très animé

So wie die erste Violinsonate von Fauré im Zusammenhang mit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 entstanden ist, entstand Debussys Violin­sonate im Zusammenhang mit dem ersten Weltkrieg. 1915 begann Claude De­bussy einen Zyklus von “Sechs Sonaten für verschiedene Instrumente”, der jedoch nur bis zum dritten Stück, der Violinsonate, gedieh. Debussy wollte in dieser Kriegszeit als national gesinnter Komponist bewusst nicht an die klassische deutsch-österreichische Tradition anknüpfen, sondern an das französische Musikerbe, vor allem an Rameau. Entsprechend benützte De­bussy ungewohnt freie Formen und schrieb trotzig aufs Titelblatt: Claude Debussy, Musicien Francais.

Die Violinsonate schrieb Debussy schon schwer krebskrank und er konnte sie 1917 neun Monate vor seinem Tod noch mit dem französischen Geiger Gaston Poulet uraufführen. Das Werk entwickelt in der Nachfolge von Fauré einen schillernden und duftenden Zaubergarten von Klangfarben, wie ihn die Welt noch nie gehört hatte. Es steht punkto Qualität und Rang gleichberechtigt neben den grössten Werken der Klassik und der Romantik.